Die Nacht war grauselig. Am Morgen gabe es kein warmes Wasser zum Duschen. Ich bin ja nicht besonders anspruchsvoll. Es musste ja nicht heiß sein, aber es war nicht mal lauwarm. So fühlte ich mich immer noch klebrig, dreckig, verschwitzt, genervt und auch traurig, als wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Ein Agenturmitarbeiter – ein Mensch der Art, die zum Lachen in den Keller zu gehen scheinen (völlig ungewohnt nach den ganzen fröhlichen und lachenden Menschen, denen ich bis dahin in Indien begegnet bin) – brachte uns zum Flughafen. Von Shelly, Narpad und Hari hatten wir uns schon am Abend vorher verabschiedet. Narpad und Hari waren zwar noch bis zum Flughafen dabei, aber bei dem Trubel war für Tschüss-Sagen nicht wirklich Zeit.
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Dann will ich endlich mal mit meinem Reisebericht starten
. Offline habe ich am 13. Oktober angefangen es in mein Moleskin zu schreiben. Das werde ich jetzt nach und nach online setzen.
13. Oktober 2007 – noch 6 Tage
So langsam wird es ernst. Bisher ist es noch nicht wirklich bei mir angekommen. Klar, die Reise ist schon lange geplant und gebucht. Alle möglichen Sachen gekauft. Medikamente, Reiseaccecoires, aber wirklich realisiert hatte ich es bisher noch nicht.
Jetzt setzt so langsam ein leichtes Bauchkribbeln ein. Gestern hatten wir die Infoveranstaltung, bei der wir unsere Reiseunterlagen bekommen haben.
Reisepass, den ich bisher och gar nicht gesehen hatte, da meine Mutter ihn vom Amt abgeholt und zum Veranstalter gebracht hat, mit einem wunderschönen Visum drin. Mein erstes Visum überhaupt.
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