Kurz vor der 1. Nacht
Mittlerweile 23:42 h Ortszeit. 37 Stunden ohne Schlaf. Bin erstaunt, dass ich das aushalte. Wahrscheinlich falle ich gleich ins Koma. Klimaanlage ist aus, Fenster sind zu. Ich hoffe, die 30° C Schwüle bleibt draußen. Im Hotel klappern noch die Zimmerservicewagen durch die Gänge, die Band wird sicher auch einpacken nachdem wir zwei letzten Gäste die Bar auch verlassen haben. Drölfzig Bier und Vodka-Lemon (all inclusive sei dank
)werden das Koma noch verstärken.
Aber vorher mache ich noch mit der Anreise weiter. Ich sollte es ja von Indien noch gewohnt sein. 60 km schafft man nicht immer in einer Stunde. Schon gar nicht, wenn man durch Colombo muss (mag der Flughafen auch kleiner als erwartet gewesen sein, Colombo ist es nicht). Aber die Fahrt ist mindestens genau so abwechslungsreich wie Fahrten über Indiens Straßen. Aufgefallen ist mir, hier tragen Motorrad- und Rollerfahrer überwiegend Helme. In Indien ist es eher umgekehrt.
Insgesamt haben wir ca. 2 Stunden vom Flughafen nach Bentota gebraucht. Na und dann ging es los. Mein Nachbar fährt so ca. 25 Jahre hierher. Muss ich noch viel sagen? Ich habe innerhalb kürzester Zeit die halbe Hotelmannschaft kennengelernt. Kann ja noch lustig werden hier
. Wir mussten noch etwas auf unsere Zimmer warten, weil wir zu früh waren. Da dachte ich schon, ich würde umfallen. Aber irgendwann ist man über diesen Punkt dann auch wieder weg.
W. hat Freunde hier. Nicht nur im Hotel. Somit bin ich dann heute schon Tuktuk gefahren (ein rotes, die Tuktuks sind hier schöner als in Indien), haben einen seiner Freunde auf seiner “Hausbaustelle” besucht, den Saft einer frisch geköpften King Coconut getrunken (ich lebe noch), wilde Tiere im Dschungel gesehen (eine Echse auf der Baustelle), einen keckernden Gekko auf dem Balkon beäugt, das erste Gewitter plus Regen mitbekommen und mir Palme 27 ausgesucht, unter der ich dann überlegen werde, ob ich überhaupt zurück nach D komme.
Auf den ersten Blick hat Sri Lanka sehr viel mit Indien gemeinsam, ist aber auf den ersten Blick weitaus entspannter. Vielleicht bin ich nach zwei Indienbesuchen aber auch entspannter. Warten wir es ab.
Ein paar Bildimpressionen kommen später, das I-Net ist mir gerade zu lahm. Kann kaum noch tippen.

