ein Tagebuch und mehr


Archiv: Dezember 2011

Gestrandet – to be continued

4 Stunden Schlaf. Nicht wirklich Schlaf. Ständig wach geworden, weil man Angst hatte zu verpennen. Um kurz vor 4 h kam der Wake up call und pünktlich um 5:30 h wurden wir wieder durch das schlafende Muscat zum Flughafen gekarrt. Irgendwie kam mir der Hinweg länger vor. Wir konnten dann tatsächlich direkt ohne weitere Probleme einchecken und an Bord gehen. Der Flieger startete dann mit geringfügiger Verspätung. Viel voller als am Tag vorher ist er allerdings auch nicht gewesen. Meine Vermutung ist ja, dass Oman lieber noch ein paar Passagiere “einsammeln” wollte um nicht mit zwei fast leeren Fliegern durch die Welt düsen wollte. Egal. So um 11:30 h sind wir dann gelandet. Koffer kamen schnell (kein Wunder bei den paar Passagieren). Als ich raus kam, habe ich erst mal einen Kälteschock gekriegt. Bäh, kalt und nass. Nass war es in Sri Lanka auch, aber wenigstens warm. Das gefiel mir besser.

Der nächste Zug kam dann um 12:25 h (ich danke W. immer noch für die 1. Klasse Buchung) und ich habe mir erst mal ein überbackenes Baguette bestellt. War das lecker. Auch wenn das Essen im Hotel sehr sehr gut war, irgendwie gelüstete es mich doch nach etwas “normalem”.

Der Umstieg in Köln lief auch problemlos. Zum Glück brauchten wir nur über den Bahnsteig in den Anschlusszug steigen. Mein Knie spielte mittlerweile völlig verrückt. Irgendwann war die Unterströmung im Meer so stark, dass es mir die Beine weggezogen hat und ich mit dem Knie voll auf die Sandbank geknallt bin und es mir obendrein auch noch verdreht habe. Vermutlich habe ich mir jetzt auch im rechten Knie einen Riss im Innenmeniskus zugezogen…

Gegen 15 h sind wir dann wieder in MS angekommen, haben und ein Taxi gefangen und sind dann nach Hause. Am Anfang der Rückreise kam bei mir ein bisschen Wehmut auf, irgendwann unterwegs wollte ich nur noch ankommen. Jetzt geht es mir ein bisschen so wie nach meinen Indienreisen. Einerseits froh wieder daheim zu sein, andererseits fehlt mir das Drumherum, die Unterhaltung und Gesellschaft aus dem Urlaub.

Alles in allem ein schöner Urlaub. Sicher werde ich noch einmal in dieses kleine Land bzw. auf die Insel fliegen. Es gibt noch sooo viel zu entdecken. Ich bin gespannt, ob Sri Lanka noch einmal einen Boom erlebt wenn der Norden touristisch “erschlossen” ist. Zu gönnen wäre es ihnen. Laut meinem Nachbarn hat sich in den vergangenen 5 Jahren, ja selbst in den vergangenen 5 Monaten schon so viel getan und verbessert. Der neue Premierminister scheint einen guten Job zu machen. Hoffen wir, dass das so bleibt.

Gestrandet

Es fing so gut an. Der Flug von Colombo nach Muscat ist überpünktlich gestartet. Im hinteren Teil gerade mal schlappe 13 Passagiere. Man konnte sich so richtig schön breit machen. Es gab einige Turbulenzen unterwegs, aber das kommt ja schon mal vor. Das Bordpersonal von Oman Air hat sich nicht gerade ein Bein ausgerissen, aber egal. Der Klops kam als wir in Muscat gelandet sind. Die Weiterflieger nach Frankfurt wurden an die Seite gebeten. Und uns wurde mitgeteilt, dass der Anschlussflieger 6 Stunden Verspätung hätte und wir jetzt alle in ein Hotel zum Übernachten gefahren würden. Supi. Das war um 22:00 h Oman-Ortszeit. Den ganzen Immigration-Quatsch auf die Schnelle ausfüllen, in den Oman einreisen (toll, jetzt habe ich auch einen Stempel vom Oman im Pass, juhu) und dann wurden wir ins “Majestic” gekarrt. Einchecken ging relativ schnell, vom Hocker reißt mich dieses Hotel allerdings nicht sonderlich. Mittlerweile ist es 23:33 h Ortszeit und um 4:30 h werden wir wieder zum Flughafen gekarrt, wo dann der Flieger um 6:10 h starten soll. Und wenn ich da noch an das Theater beim Abflug in Frankfurt denke (auch da kamen “gestrandete” Passagiere dazu, wodurch wir ja 2 Stunden zum Einchecken brauchten…). Ich weiß schon, warum ich lieber Direktflüge nehme. Auch wenn sie etwas teurer sind. Mal gucken ob ich hier überhaupt ein Auge zubekommen. Von irgendwo her kommt tierisch laut Musik, wahrscheinlich feiern die Weihnachten für die europäischen Gäste.

Wenn wir Glück haben, sind wir dann irgendwann morgen am frühen Abend wieder zu Hause. Macht ja nix…

Ein sehr bizarres Weihnachtsfest.

My2cent: Bisher hat sich Oman Air nicht mit Ruhm bekleckert.

Oh, wir kriegen noch was zu Essen wenn wir wollen. Um 23:41 h. Aber immerhin. Und jetzt weiß ich auch, warum man bei Oman Air ein “Survival Kit” mit Zahnbürste und Zahnpasta bekommt :)

Mord und Totschlag

Örgs. Als wir heute Nacht um 2 h S. zum Abschied in die Lobby begleitet haben, klebte im Flur an der Wand eine handtellergroße Spinne. Ich hatte es bisher bewusst vermieden irgendwen nach 8beinigen Getieren zu fragen (was ich nicht weiß…). Mit den Streifenhörnchen, Waranen, diversen Piepmätzen und meinem persönlichen Balkongekko bin ich wunderbar klargekommen. Auch damit, dass mein Nachbar auf dem Tennisplatz ein 2 Meter lange Rattenschlange gesehen hat. Aber dieses Riesenteil ging gar nicht. Ok, tief Luft holen und dran vorbei. Tja. Und auf dem Rückweg war das Teil nicht mehr an der Wand. Es hätte so schön sein können. Dann sah ich sie direkt vor mir auf dem Fußboden. In einem Affenzahn auf mich zurennen. Ohne Rücksicht auf die Uhrzeit habe ich laut gequietscht und bin W. fast auf den Arm gesprungen. Kurz vorm hyperventilieren. W. hat das Vieh dann ins Nirwana befördert… Ich wusste schon, warum ich immer wollte, dass die Balkontür nicht länger auf steht 8). Bah. Auf diese Begegnung hätte ich für die letzten 2 Tage auch verzichten können.

Morgen Mittag um 13 h Ortszeit (- 4,5 h in D) werden wir zum Flughafen gefahren. Sonntag Morgen um 5 landen wir wieder auf deutschem Boden. Wahnsinn wie schnell diese 14 Tage vorbei gegangen sind. Ich habe in der Zeit völlig ausgeblendet welches Datum oder welcher Wochentag ist.

Erholungsurlaub ist es durch Ws “familiäre” Bindungen nur bedingt gewesen. Das Wetter wollte leider auch nicht so wirklich. Die Sonne hat sich die meiste Zeit hinter Wolken versteckt. Ein bissi Farbe habe ich trotzdem bekommen, hätte aber mehr sein können :) . Jetzt muss ich erst mal wieder für den nächsten Urlaub sparen. Preisgünstig war dieser leider nicht. Aber dafür abwechslungsreich.

Die Bilder lade ich hoch, wenn ich wieder in D bin. Mit dem Babynotebook und der lahmen Hotelnetzverbindung ist mir das zu anstrengend :)

Neues aus Sri Lanka

Am Freitag und Samstag war mal so richtig die Sonne da. Also war Extrem-auf-Liege-Faulenzing angesagt. Muss ja endlich mal ein bisschen Farbe kriegen, sonst glaubt mir kein Mensch, dass ich in Sri Lanka war :) . Ein paar Mal im Ozean plantschen, Drinks genießen, Buddha einen guten Mann sein lassen.

Damit aber keine Langeweile aufkommt, sind wir gestern nach Pinnawala zum Elefantenwaisenhaus gefahren. 4:30 h (ja, Ihr lest richtig) aufstehen. Um 5 h war unser Fahrer da. So 9:30 h sind wir da gewesen. Das Elefantenfüttern haben wir zwar knapp verpasst, einen letzten konnte man noch begucken. Aber dafür habe ich hautnah neben einem Riesenbullen gestanden. Bisschen mulmig war mir ja schon. Ich glaube, man sieht mir an, dass ich leicht beindruckt war :) .

Insgesamt sind es so ca. 80 Elefanten in jedem Alter. Darunter auch ein blinder Bulle. Um 10 h ist dann großes Elefantenbaden im Fluss angesagt. Man musste schon auf alles aufpassen, denn der ein oder andere neugierige Rüssel kam doch mal näher um zu inspizieren, was es denn so nützliches am Wegesrand gibt :) . Die kleinen struppigen Babyelefanten haben es mir angetan. So niedlich. Nachdem wir dann völlig durchgeweicht waren – ganz ohne dass wir mit den Elefanten in den Fluss gestiegen sind (was ich am liebsten getan hätte) haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Unterwegs sind wir noch in einem Gewürzgarten gewesen, haben eine Rücken- und Kniemassage bekommen und sind dort fast arm geworden (Vorsicht: Man tappt da schnell in eine
Verkaufsfalle. Um ca. 18 h sind wir dann wieder im Hotel gewesen. Langer Tag. Leider ist für längere Ausflüge die Zeit zu kurz, weil die Fahrten hier trotz weniger Kilometer doch sehr lange und anstrengend sind. Für Kandy braucht man mindestens 2 Tage. Nächstes Mal dann, einer von vielen Gründen wieder zu kommen :)

Ayoubovan

Das ist hier das, was in Indien “Namaste” ist. Der Rest des Grußes ist gleich. Handflächen aneinander und so.

Es ist 7:10 h Ortszeit, in ist es 2:40 h. Erstaunlich wie schnell man sich umstellen kann. Ich bin übrigens nicht die Einzige, die es bereits aus dem Bett getrieben hat. Die Ersten haben schon Ihre Liegen markiert, obwohl das absolut nicht notwendig ist. Es gibt genug hier und das Gartengelände ist so weitläufig, das jeder genug Komfortzone um sich rum hat. Selbst bei über 90% Auslastung des Hotels.

Andere sitzen wie ich auf dem Balkon und schlürfen den ersten Kaffee oder sind zum Strand um im Meer zu baden. Mittlerweile war ich auch endlich komplett im indischen Ozean. So geil. Nach gefühlten 100 Jahren wieder mal im Meer zu baden. Und das, ohne sich nach 5 Minuten was abzufrieren. Cool :) .
Gestern war auch der erste Tag, an dem wir ein paar Stunden auf der Liege abgehangen haben.

Vorgestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Nach Colombo um jemanden vom Flughafen abzuholen (der Verkehr in Colombo in der Woche ist unglaublich, es sind nur knapp 70 km von Bentota bis zum Flughafen, aber man braucht gut und gerne 3 Stunden). Unterwegs haben wir ein Hundebaby besichtigt und angezahlt. Eine Hündin der Bekannten meines Nachbarn ist im März gestorben und nun brauchte sie 1. eine neue Beschützerin und 2. eine Gefährtin für den anderen Schäferhund. Und so bot es sich auf dem Weg zum Flughafen an, sich das Schäferhundmädchen anzuschauen.

Dann waren wir noch in einer Shopping Mall. Muss ich nicht öfter haben. Shop an Shop, alle sehr klein und eng. Insgesamt hat sich mein erster Eindruck bestätigt, es ist hier alles entspannter als in (Nord)Indien. Hier würde ich sogar alleine durch Colombo laufen.

Auf dem Rückweg haben wir das Hundemädchen eingesammelt und Leica getauft. E. ist superhappy mit ihrem Familienzuwachs und es scheint, dass ihre andere Hündin die Kleine auch problemlos akzeptiert.

Gestern waren wir abends noch woanders am Bentota River und haben mit einen Freund was getrunken. War lustig, hat mir aber wieder einige Moskitostiche eingebracht. Danach haben wir uns noch in die Loungebar gesetzt und eine Absacker getrunken. W. hat heute Geburtstag und spontan hatte ich mir einen von den Jungs dort gegriffen und gefragt, ob sie nicht einen kleinen Kuchen und eine Kerze zu 24 h auftreiben könnten. Haben sie auch hingekriegt. Incl. “Happy Birthday” Schokoladenschriftzug auf dem Teller. Dazu hat dann die Band vom Abendunterhaltungsprogramm auch noch ein Ständchen gebracht. Wirklich klasse, dass sie das hier so schnell hingezaubert haben. W. hat sich zwar etwas geziert (lass das, mach nicht so einen Zauber..); aber ich glaube, er hat sich trotzdem gefreut.

Mal gucken, was wir heute so anstellen. Langweilig wird der Tag sicher nicht :) . Mittlerweile ist es 7:40 h, ich kann mich zum Frühstück fertig machen. Bis denne.

(nicht wundern, ich kriege die blöde Standardkategorie “Indien allgemein” nicht weg, muss ich zu Hause mal gucken)

Was ist das denn für ein Quatsch?

Spass mit der Telekom Fonic.

Nur mal so nebenbei. Da kann ich von Sri Lanka aus in alle möglichen Länder telefonieren. Afghanistan, China, Costa Rica, Georgien, Hong Kong, Jamaika, Japan, Jordanien, Kanada, Kasachstan, Katar, Kosovo, Kuba, Kuwait, Libanon, Macau, Philippinen, Namibia, Neuseeland, Serbien, Seychellen, Südkorea, Syrien, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Usbekistan, Venezuela, Sri Lanka, Vietnam. Aber nicht nach Deutschland. Nach Aussagen von Fonic. Ich bin irritiert.

Bisher – bebildert

Sri Lanka

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