Unser Taxi zum Flughafen war für 14:00 Uhr bestellt. So hatten wir noch etwas Zeit durch die Straßen zu laufen. Bei der Gelegenheit habe ich in einem Geschäft den kompletten Räucherstäbchenbestand aufgekauft. Ich glaube, die reichen jetzt bis zum Ende des Jahrhunderts
. Der Flug mit Air India nach Delhi war ok, die schlimmen Eindrücke, von denen einige im Indien aktuell Forum erzählten, kann ich nicht bestätigen. Um 19:00 Uhr haben wir wieder im “Megha Palace” eingecheckt, wo wir viel zu spät viel zu viel gegessen haben. Das Essen lag ganz schön schwer im Magen in der Nacht, die eh kurz und unruhig war. Das Taxi kam kurz nach 6:00 Uhr und um 6:40 Uhr war ich am Flughafen.
Check in bei der Lufthansa und alles drumrum klappte bestens. Nur diese Warterei nervt doch etwas. Der Rückflug war genial. Mein Monitor funktionierte nicht, so dass die Flugbegleiterin meinte, ich solle doch mit nach hinten kommen, da wäre eh alles leer (“Keine Ahnung, warum der Check in alle nach vorne platziert hat.”). Mir war es recht, so hatte ich eine Reihe für mich alleine und konnte mich so richtig schön breit machen. Überhaupt war es nett da hinten. Ab und zu krabbelte ein Zwerg auf allen Vieren vorbei oder lief mit nacktem Popo durch die Gänge. Die Kleinen hatten Spaß, waren supergut drauf und überhaupt nicht quengelig
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In München musste ich leider ein paar Stunden auf meinen Weiterflug warten (wieviel Zeit seines Lebens verbringt der Mensch noch mit Warten?). Witziger Weise traf ich im Shuttle-Bus meinen Hausarzt und seine Frau. Die hatten über Weihnachten ihre Kinder in München besucht. Klein ist die Welt.
Wie war Indien dieses Mal? Schön wie beim letzten Mal, faszinierend wie beim letzten Mal, aber auch anstrengend. Wie beim letzten Mal. Fahre ich noch mal hin? Ganz sicher. Ich weiß, dass vieles in diesem Land im Argen liegt und der Schein vieles verdeckt. Aber trotz allem gibt es auch sehr viel Schönes dort, man muss es nur sehen wollen.
Nach einer polizeifreien Nacht sind wir heute Vormittag nach Sarnath gefahren. Die 10 km Tuktukfahrt war echt Hardcore
. Kreuz und quer durch Varanasi, das ziemlich staubig ist. Aber ich liebe Tuktukfahren. Besser als Achterbahn. Wie gesagt, Sarnath. Im Wildpark predigte Buddha zu einer Handvoll Anhänger über deb Mittleren Pfad zum Nirwana. Markantester Punkt ist die Stupa, die von Buddhisten (und Touristen) aus aller Welt umrundet wird. Die Gebäude in Sarnath wurden von einfallenden Muslimen zerstört, was übrig blieb, verfiel mit der Zeit. Erst im 18. Jahrhundert begannen Archäologen mit Ausgrabungen, so dass man sich heute anhand der Ruinen ein Bild von der Stätte machen kann.
Ich mag den Buddhismus, gäbe es eine “Religionspflicht”, würde ich ihn wählen. Das friedliche gefällt mir, leider vergesse ich das zwischendurch ab und zu… In Sarnath konnte ich einmal richtig durchschnaufen und das hektische Varanasi beiseite schieben. mehr… »
Die Koffer sind gepackt. Mein Reisebegleiter ist noch mal zum rasieren gegangen. Das Taxi ist für 12:30 h bestellt. Hauptsache er ist bis dahin zurück. Heute ist Heiligabend. Komische Vorstellung. Mir ist ja eh sehr selten nach Weihnachten zumute, aber so fern wie dieses Jahr war es mir noch nie. mehr… »
Heute waren wir an der östlichen Tempelgruppe, wo ich eine sehr süße Begegnung mit einer indischen Großfamilie hatte. Sie sprachen mich an, wie es mir gehe, wie ich heiße, woher ich komme und wollten unbedingt ein Foto mit mir machen, bevor sie sich mit viel Händeschütteln von mir verabschiedeten
. Das sind so die Momente, wo mir wieder ganz warm um’s Herz wird und ich weiß, warum ich Indien so liebe.
Die östlichen Tempel unterscheiden sich in der Bauweise total von den westlichen. Sind nicht ganz so “spektakulär” und kleiner, aber trotzdem sehr schön. Man sollte sie sich auf jeden Fall auch anschauen, wenn man in Khajuraho ist. Btw, war schon gut, dass wir nicht zu Fuss gegangen sind… mehr… »
Also vorab. Ich mag dieses Hotel, das ist jetzt kein Gemecker (nicht wirklich). Aber, selbst das Papier, auf dem ich schreibe fühlt sich inzwischen klamm an. Die Handtücher trocknen erst gar nicht, oben am Fenster sammelt sich Wasser. Es ist feucht im Zimmer und da das Fenster nicht wirklich zum Lüften taugt, bringt es nix, es auf zu machen. Doof. Liegt wahrscheinlich daran, dass sie noch nicht ganz mit dem Bau fertig sind. Was sich auch in der Rumhämmerei hier zeigt. Seufz. Ich wollte ja keine Luxushotels und bin sicher kein Luxusgeschöpf, aber im Moment sehne ich ich gerade einem trockenen Zimmer.
Eigentlich wollten wir heute zu Fuß zur östlichen Tempelgruppe, haben aber kurzfristig umdisponiert, als wir merkten, wie weit es wirklich ist. Es ist zwar Dezember, aber trotzdem fast 30° C hier. Faulheit hat gesiegt. Lieber morgen mit dem Auto.
Also sind wir heute wieder nach Khajuraho gelaufen. Ich mag dieses Städtchen. In der Größenordnung ähnlich wie Orcha. Wenig Verkehr. Keine abgasverpestete Luft. Sehr schön. Endlich Postkarten gekauft. Auf den Platz vor der westlichen Tempelgruppe frischen Chai getrunken (ich liebe da Zeug), im Cafe Raja Pasta (!) gegessen, kurz zurück ins Hotel, Karten geschrieben (mal gucken, wann die in die Post gehen). mehr… »
Der gestrige Nachmittag und Abend waren sehr schön Wir sind zu Fuß nach Khajuraho gegangen und haben die westliche Tempelgruppe besucht. Sie ist in einer Art Park eingebunden. Supergut gepflegt und sauber. Eintritt für Inder 10 Rupien, Eintritt für den Rest der Welt 250 Rupien. So ist das halt hier. Mein Reisebegleiter meint immer “Du bist sehr teuer”. Kann ich ja nix für
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