ein Tagebuch und mehr


Archiv: November 2007

Internetradio Indische Musik

Kurz einen Link zwischendurch, als Memo für mich und vielleicht auch für andere

Indische Musik über das Internet

18. Oktober – noch 1 Tag

Die letzte Spülmaschine vor dem Urlaub läuft. Es ist aufgeräumt, gestaubsaugt, den Müll bringe ich gleich noch runter. Vorhin habe ich versucht einen kleineren Koffer zu nehmen. Geht nicht. Dann sind die Sachen völlig gequetscht, und es ist kein Platz mehr für Sachen die ich eventuell kaufe.

Im Moment überlege ich noch, wie ich das morgen früh mache. Ich habe keine Lust erst zu meiner Mutter zu fahren. Geht von meiner Nachtruhe ab :) . Wahrscheinlich nehme ich ein eigenes Taxi. Außerdem gruselt es mich davor, den großen Koffer in den Zug zu hieven. Gut, dass wir wenigstens auf dem Hinweg nicht umsteigen müssen.

17. Oktober – noch 2 Tage

Der Countdown läuft. Ab heute habe ich Urlaub. Vormittags bin ich noch mal im Nagelstudio gewesen. Gerade habe ich angefangen meinen Koffer zu packen. Die Hälfte muss ich noch bügeln. Zum Wiegen habe ich gerade erst mal alles rein geworfen. 17,4 kg. Dann kommt noch der Kosmetik- und sonstiger Körperpflegekram dazu. Wird knapp. Mal schauen, ob ich noch was raus lasse.

14. Oktober – noch 5 Tage

Zwei Wochen Indien. Zwei Wochen. Für dieses Land zu wenig, für mich seit Jahren der erste längere “richtige” Urlaub. Hammer.

Gestern habe ich noch die letzten Kleinigkeiten eingekauft. Bei einer Gepäckbegrenzung von 20 kg muss ich genau überlegen, was mit soll. Außerdem möchte ich für den Rückflug noch Spielraum haben. Notfalls lasse ich alle entbehrlichen Sachen im letzten Hotel.

Wie ich gerade festgestellt habe, hat meine Waage komplett den Geist aufgegeben, d.h. ich muss mir noch eine kaufen, damit ich nicht am Flughafen eine böse Überraschung erlebe.

9. November

Über eine Woche bin ich nun schon wieder hier und fühle mich immer noch seltsam. Die meisten Fotos habe ich bearbeitet (ursprünglich waren es über 1.000, übrig geblieben sind knapp 750). Wie es aussieht, hat eine Kamera ganz schön gelitten.

Eigentlich hätte ich am 6. November wieder arbeiten müssen. Ich konnte meinem Abteilungsleiter zwar noch einen Tag länger abschwatzen, aber am Dienstag habe ich mich immer noch total schlapp gefühlt (Durchfall und Husten halten sich hartnäckig), so dass ich doch lieber noch zu meinem Hausarzt gegangen bin. Die Diagnose und Medikation meines indischen Arztes habe ich auch mitgenommen. Fand seine Zustimmung, er war zufrieden mit dem, was der Kollege getan hat. Und hat mich für den Rest der Woche erst mal aus dem Verkehr gezogen. War auch gut so, ich wäre nach einer Stunde in der Firma zusammengebrochen. Jetzt versuche ich wieder zu Kräften zu kommen. Gar nicht so einfach. Ich mag im Moment nicht sehr viel, und zu schnell “normales” Essen kann wieder nicht so schicke Auswirkungen auf die Verdauung haben, wie ich heute gemerkt habe.

Ich bin wieder da, aber noch nicht so ganz

Vorgestern um 23.30 Uhr wieder in MS angekommen. Mein Koffer kam erst gestern Abend hier an. Unser Flieger ist schon mit fast zwei Stunden Verspätung aus Delhi gestartet, so dass es in Dubai ganz schön eng wurde, den Anschlussflieger nach Frankfurt zu bekommen. Unser Teil der Gruppe, der direkt nach Frankfurt weiterfliegen sollte (9 Leute) wurde direkt am Gate abgefangen und im Eiltempo zum nächsten Gate geleitet, wo der Flieger nach Frankfurt bereits in Warteposition stand. Während wir durch den Flughafen eilten, stellte ich mir die Frage, ob die das wohl hinkriegen unsere Koffer da raus zu pflücken… Berechtigte Zweifel. In Frankfurt standen wir am Gepäckband und warteten auf unsere Koffer, bis wir irgendwo hörten, dass 10 Koffer in Dubai stehen geblieben sind. Unsere. Hat mich auch nicht mehr erschüttert. Nicht, dass auf der Reise nur Katastrophen passiert sind, im Gegenteil, sie hat mir jede Menge Toleranz und Gelassenheit, und in vielen Dingen eine andere Sichtweise gebracht. Vorteil, wir brauchten unsere Koffer nicht im Zug mitschleppen, sondern haben sie direkt bis in die Wohnung gebracht bekommen.

Mein Handy zeigt noch India-Zeit an. Ich mag es nicht umstellen. Ein Teil meines Herzens und Kopfes sind noch dort. Der andere Teil ist zwar hier, aber voll mit Eindrücken, die teilweise unbeschreibbar und einzigartig sind, und jetzt erst mal sortiert werden müssen. Die weit über 1000 Photos müssen von den Chips geladen und gesichtet werden. Das alles wird sicher noch etwas dauern.

Einen ausführlichen Reisebericht wird es dann demnächst hier zu lesen geben.

2. November – 1. Tag zu Hause

bild bildEndlich wieder ausgiebig heiß duschen und Haare waschen. Ansonsten fühle ich mich irgendwie seltsam fremd. Habe immer noch Darmprobleme, nächtliche Schweißausbrüche (insgesamt habe ich 8 kg abgenommen), Durchschlafprobleme (ich werde zu Indien-Aufstehzeiten wach) und die Klimaanlagen fordern ihr Tribut in Form eines schicken Hustens. Heute Abend ist mein Koffer gekommen. Direkt ins Haus gebracht von einem netten Taxifahrer, der noch eine ganz schöne Tour vor sich hatte.