ein Tagebuch und mehr


Archiv: Oktober 2007

24. Oktober – Jaisalmer I

7:30 – Heute haben wir echt was vor. Anstrengend ist die Fahrerei ja auch, aber 3 Stunden bei über 30°C wird eine Herausforderung. Zu Fuß 3 km. Erst mal den Berg rauf und dann durch Jaisalmer. Vom Hoteldach aus sieht Jaisalmer aber sehr einladend aus, wie es so golden glänzend in der Sonne liegt. Es wird auch die Goldene Stadt genannt, da es aus gelbem Sandstein gebaut ist.

15:00 – zurück im Hotel seit 45 Minuten. Jaisalmer gefällt mir bisher am besten. Goldene Stadt trifft es tatsächlich. Kreuz und quer ging es durch die verwinkelten Gassen, durch das Fort, von dem an einen phantastischen Überblick über die Stadt hat. Auch neue Häuser werden im alten Stil mit tollen Steinmetzarbeiten gebaut. Hier in den engen Gassen fallen einem die zahlreichen heiligen Kühe und dem, was auch aus einer heiligen Kuh so hinten raus kommt, richtig auf.

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23. Oktober – Bikaner – Jaisalmer

Nachh 6 Stunden Survival-Busfahrt sind wir soeben in Jaisalmer angekommen. Das Heritage Inn Hotel sieht von draußen traumhaft aus, enttäuscht mich aber etwas vom Zimmer. Alles etwas sehr “angefressen”. Fassade, Lobby und auch die Anlage selber versprechen mehr. Hier bleiben wir 2 Nächte, was aber grundsätzlich gut tut. Vor allem nach der langen Fahrt.

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22. Oktober – Mandawa – Bikaner

Von Mandawa sind wir dann Richtung Bikaner aufgebrochen. 180 km sollten es sein. Gefühlt von der Zeit war es das dreifache :) . Ich schaue schon nicht mehr auf die Uhr nachdem wir für die 270 oder 280 km von Delhi nach Mandawa mal eben 7 Stunden gebraucht haben. Natürlich auch heute wieder Zwischenstopp an einem Motel. Dort haben wir erst mal Tee getrunken (indischen natürlich), sehr lecker. Nur, Tee treibt. Also PP mitten in Rajasthan. Das erste Mal im Leben hinter einem Hügel und Gestrüpp in die Wüste gepieselt (zum Glück haben dort keine Menschen gewohnt…). Geht alles (ich glaube, nach den 14 Tagen werde ich ziemlich schmerzfrei sein). Und vor allem, wenn die Fahrt über die Buckelpiste die Blase malträtiert, da ist es dir echt egal wo du hin pieselst.

Der nächste Halt war Devi Kund (Bilder), die Totengedenkstätten der Maharajas von Bikaner und deren Frauen. Traumhafte Marmor- und Sandsteinpavillons. Dieser ganze Marmor begeistert mich. Bei den Temperaturen finde ich es mehr als angenehm barfuß darauf zu laufen.

Danach kam das, bei dem ich mir vor Antritt der Reise noch nicht sicher war, ob ich es mache oder nicht. Der Karni Mata Tempel in Deshnok, auch Rattentempel genannt.

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22. Oktober – Mandawa III

Heute Morgen hat uns unser Reiseführer nach dem Frühstück noch durch Mandawa Castle geführt und einiges zu den wunderschönen Fresken erzählt, die man überall im Castle findet. Teilweise sind sie noch von früher erhalten, teilweise werden sie entweder restauriert oder in neuen bzw. komplett renovierten Gebäudeteilen noch genau so an Wände und Decken gebracht wie früher. In liebevoller Kleinarbeit und Hingabe. (Bilder)

Im Anschluss sind wir zu Fuß durch Mandawa zum Bus gegangen. Es ist wirklich eine andere Welt. Staubige Straßen, heilige Kühe (Kuh hat immer Vorfahrt, und die sind ganz schön schwungvoll unterwegs), unglaubliche Gerüche, interessante Menschen, die uns umgekehrt aber genau so beäugten ;) Häuser mit wunderschönen Fresken, leider meistens sehr herunter gekommen. Viele dieser Häuser gehören wohl wohlhabenderen Leuten, die es aber vorziehen in der Großstadt zu leben, und ihr Eigentum halt “brach” liegen lassen. Schade. (Bilder)

22. Oktober – Mandawa II

00:06 – Ich habe ja noch gar nicht von dem Umzug (Bilder) erzählt, der uns von der direkten Weiterfahrt zum Hotel abgehalten hat. Wir kamen an der Kreuzung an, an der es rechts zum Hotel ging. Tscha, da ging es aber nicht weiter. Festumzug von rechts. Die ersten Feierlichkeiten zum Lichterfest. (Fast) nur Männer und Jungs, laute indische Musik aus reichlich Lautsprechern (ging mir gleich in die Beine). Am liebsten hätte ich mit gemacht (man konnte die Feiern noch am Abend oben auf dem “Hoteldach” hören. Und das bei fast Vollmond, unglaubliche Atmosphäre…).
Wir mussten also schon an dieser Kreuzung aussteigen und ca. 600 m zu Fuß zum Hotel gehen. Ehrlich gesagt, ich danke allen diesen plötzlichen Ereignissen, sie haben mir in den zwei Tagen schon unvergessliche Erlebnisse beschert.

Das Abendessen fand wie gesagt im Innenhof statt. Tolle Stimmung und ein tolles Buffet mit verschiedenen indischen Gerichten. Mir schmeckt diese Küche einfach super. Nörgelköppe gibt es natürlich auch in der Gruppe, aber ich versuche das einfach zu ignorieren. Allerdings frage ich mich, warum man in so ein überhaupt nicht westeuropäisches Land fährt. Um Schnitzel mit Pommes zu essen und über glatte Straßen zu fahren? Ich hoffe nur, dass es mir bis zum Ende der Reise gelingt die Contenance zu bewahren.

21. Oktober – Mandawa I

19:18 – Ich sitze im Castle Mandawa auf meinem Bett. Um 19:30 gibt es Abendessen in einem traumhaften Ambiente. Im Innenhof sind Tische mit Kerzen aufgebaut, es ist dunkel, der Mond ist fast voll. Ich muss morgen unbedingt Fotos machen, bei der Ankunft war es bereits zu dunkel. Mein Zimmer ist klein, mit 2 Betten. Das Bad gewöhnungsbedürftig, aber es hat ein Klo ;) und ist sauber. Das reicht mir. Ich fühle mich wohl hier.

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20. Oktober – Delhi II

Nach dem Besuch von Raj Ghat ging es zur Jama Masjid Moschee (Schuhe aus, 200 Rupien Kameragebühren – ganz schön teuer, wie ich im Verlauf der Reise gemerkt habe). Da morgen ein Fest in diesem Teil der Stadt beginnt, waren die Zufahrtsstraßen gesperrt, so dass wir nicht mit dem Bus hoch fahren konnten. Der Busfahrer setzte uns also unten an der Hauptstraße ab, damit wir zu Fuß hochgehen konnten. Abenteuer 1: die Straße überqueren. Augen zu und drüber. Geschafft. Jahrelanges Training von der Firma mittags zum Hit rüber. Abenteuer 2: mitten durch Alt-Delhi. Ich habe mich nicht getraut die Kamera rauszuholen und zu fotografieren. Das war mir nicht geheuer, ich kann das alles noch nicht einschätzen. Lieber habe ich mich an unseren Reiseführer gehalten.

Wie gesagt, oben Schuhe aus, Moschee beguckt, Schuhe wieder eingesammelt, andere Seite wieder runter :) . Ich muss zugeben, Details habe ich echt nicht im Kopf behalten. Nach dem Flug und den ganzen Eindrücken war das nicht möglich. Und, fotografieren und dem Reiseführer zuhören geht definitiv nicht. Aber dafür gibt es ja Wikipedia ;) . Fotos gibt es jetzt hier in der Galerie.

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