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Einige Worte in Hindi und Tamil
Kann ja nicht schaden
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Einige Worte in Hindi und Tamil
Kann ja nicht schaden

3. Juni, 12.45 – HR
Die Kaste der Yadaw ist in Indien aus zwei Gründen berühmt: Ihre Angehörigen halten Büffel, denn sie leben von der Milchwirtschaft, und sie praktizieren einen Jahrtausende alten Kampfsport, eine Art Wrestling, Kushti genannt. Die Kaste der Yadaw ist in Indien aus zwei Gründen berühmt: Ihre Angehörigen halten Büffel, denn sie leben von der Milchwirtschaft, und sie praktizieren einen Jahrtausende alten Kampfsport, eine Art Wrestling, Kushti genannt. Der Film von Georg Schmitt und Vera Perrone führt in die Kushti-Arenen von Varanasi, der alten Ganges-Stadt, die als wichtigste der sieben heiligen Städte des Hinduismus gilt. Dort, inmitten einer Tempelanlage, die dem Affengott Hanuman geweiht ist, trainieren die Kushti-Athleten täglich. Stundenlang machen sie Liegestützen und Kniebeugen, heben Gewichte, arbeiten mit Hanteln und massieren sich gegenseitig die Muskeln. Bevor sie die Akhara, den Kampfplatz, betreten, reiben sie ihre Körper mit Erde ein. Erde gilt ihnen als heilig, mit roter Erde sind ihre Arenen gefüllt. Ihren Sport betrachten die Kushti-Ringer als religiösen Akt; zu den Regeln, die sie achten, gehören Selbstkontrolle, Disziplin und sexuelle Enthaltsamkeit. Der 18-jährige Munna ist einer von ihnen. Die Kamera begleitet ihn beim Training, bei Wettbewerben und in seinem Zuhause. Munna will ein Champion werden, dafür tut er alles. In seiner Familie gibt es aber noch ganz andere Ambitionen. Sein Onkel, ein ehemaliger Ringer, will als Politiker groß rauskommen. Dass Angehörige der Yadaw-Kaste Zugang zu politischen Ämtern haben, ist in Indien neu und war bis vor zwei Jahrzehnten undenkbar. Munnas Onkel versteht es, das Kushti-Image Gewinn bringend in seinem Wahlkampf einzusetzen. Denn wo Ringkämpfe ausgetragen werden, strömen Neugierige zusammen, vor allem auf dem Land. Einen Wettkampf ausrichten, das weiß Munnas Onkel, bedeutet Jubel für die Athleten – und Stimmengarantie für den Kandidaten. (Text aus dem TV-Browser kopiert)

Heute auf Arte gesehen.
Tagsüber hütet die 13-jährige Neraj Jath Ziegen in der dürren, ausgetrockneten Felslandschaft am Rand der Wüste Thar. Nach Sonnenuntergang besucht sie die Abendschule ihres kleinen Dorfes.
Der Bundesstaat Rajasthan gehört zu den unwirtlichsten Regionen Indiens. Am Rand der Wüste Thar ist es trocken, die Menschen gelten als rückständig und arm. Doch hier hat sich ein einmaliges Projekt entwickelt: Damit Kinder die Bedeutung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit lernen, wurde das “Parlament der Kinder” gegründet. Die Idee entstand in den Abendschulen, die in den 70er Jahren auf Initiative der nichtstaatlichen Organisation “Barefoot-College” (Barfuß-Schule) mit Unterstützung der UNESCO eingerichtet wurden. Diese Schulen waren für Kinder gedacht, die tagsüber mit ihren Familien arbeiten mussten. Heute, über 25 Jahre später, gibt es in der Region rund 150 Abendschulen mit über 3.000 Schülern. Eine der Schülerinnen ist die 13-jährige Neraj Jath, die im Kinderparlament zur Landwirtschaftsministerin gewählt wurde. Ihre Eltern sind stolz auf die junge Politikerin, die auch unter den Erwachsenen im Dorf Respekt genießt. Gleichwohl muss Neraj zu Hause ganz alltägliche Pflichten erledigen: Sie backt Brot, versorgt die Kühe und Ziegen und erledigt mit ihrer Mutter die Wäsche. Als Ministerin ist ihr Aufgabenbereich ungleich größer. Sie überwacht die Abendschulen, prüft, ob die Lehrer zuverlässig unterrichten, kümmert sich um defekte Schullampen und Wasserpumpen. Ihre Zuständigkeit geht über die Abendschulen hinaus. Das derzeitige Hauptproblem der Menschen der Region und damit auch von Ministerin Neraj ist die Dürre, die dazu geführt hat, dass die letzten Wasserreserven nicht gleichberechtigt unter den Familien verteilt werden. So hat Neraj den Einfall, das traditionelle Puppentheater für ihre Ziele einzusetzen. Die Puppenspieler sollen Szenen aufführen, die zeigen, wie die Dorfbewohner das kostbare Wasser sparen oder Zisternen bauen können. (Text aus dem TV-Browser kopiert)
Die 13jährige Neraj hat mich sehr beeindruckt. Wie selbstbewusst sie sich in der Welt der Erwachsenen behauptet. Egal, ob die Dorfältesten sie “nur” als Kind (und Mädchen) sehen. Sie setzt sich für ihre Ziele ein, und erreicht sie auch. Schritt für Schritt. Und so nebenbei erledigt sie noch ihre täglichen Pflichten. Ich finde, auch wenn wir hier in einem völlig unterschiedlichen Kulturkreis leben, eine kleine Scheibe können wir uns davon abschneiden, egal ob 13 oder 45.
Die Dokumentation ist von 2004. Es hieß, wenn Mädchen 25 kg (Wasserkrüge) auf dem Kopf balancieren können, sind sie heiratsfähig. Neraj war schon versprochen und sollte ihren zukünftigen Ehemann in 3 Jahren kennenlernen. Das wäre 2007. Ich wüsste gerne, ob sie tatsächlich der Tradion folgt und heiratet, oder ob sie ihren eigenen Weg weitergeht. Vielleicht hat sie ja auch das Glück, und das eine schließt das andere nicht aus. Soll ja vorkommen
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